Melanotaenia rubrostriataKavor Village

Diese außergewöhnliche Form von M. rubrostriata habe ich von einem Buschpiloten erhalten. Das Dorf Kavor liegt am oberen Digul River, dicht an der Grenze zu Papua-Neuguinea.Die Art wird groß,  13 bis 15 cm ist keine Seltenheit. Das besondere Merkmal sind die weißen Ränder der zweiten Rücken- und Afterflosse. Leicht zu halten und friedlich. Frisst gerne Wasserlinsen!

This unique form of M. rubrostriata I obtained from a jungle pilot. Kavor Village is located in the upper Digul River system, very close to the border to Papua New Guinea. The fish become large,  13 to 15 cm long. The outstanding feature is the white margin on the second dorsal and anal fin, which are very wide. An easy to keep species, very peaceful. Likes to eat water sprite!


Melanotaenia spec. “Kali Rum”

Aus Neuguinea, dicht an der Grenze zu Papua-Neuguinea, aus dem Keerom-Gebiet im oberen Einzug des Taritatu (Mamberamo-System) stammt dieser Regenbogenfisch aus der Verwandtschaft von M. vanheurni. Blauer Oberkörper, schlanke Gestalt und rotweiße Flossen zeichnen diesen Fisch aus. Er wird relativ groß (die größten Tiere am Fundort waren über 12 cm lang). 1 km Dschungelmarsch und ziemlich mühselige Kletterei über Felsen waren nötig, um den Fundort zu erreichen. Dies ist ein kleiner Bach, dessen hohe Böschungen jedoch zeigten, dass hier auch mal ziemlich viel Wasser fließen kann.

Jungtiere von ca. 3 cm Länge.


 

Melanotaenia spec. “Kali Semen”

Noch eine Art aus dem Keerom-Gebiet West Papuas, nahe der Grenze zu Papua-Neuguinea. Im Unterschied zu den nahe verwandten Arten/Formen „Kali Rum“ und „Kali Web“ wird dieser Fisch beim Balzen hell, fast weiß, was die schwarzen Zeichnungselemente besonders hervortreten lässt. In Normalfärbung ist der Rücken blau, die Flossen weiß mit dunklerem Rand. Wird vermutlich auch groß, bislang jedoch etwas kleiner als die beiden vorgenannten Arten.

Jungtiere von ca. 3 cm Länge.

Melanotaenia grunwaldi   (former M. spec. “Topo River”)

Dies ist ein Mitglied der neu beschriebenen “nördlichen goldiei-Gruppe”. Erst unlängst (Januar 2016) beschrieben zu Ehren von Norbert Grunwald, entdeckt 2012 von Gary Lange und Johannes Graf. Sehr farbig, friedlich und wird 8-9 cm lang.

Noch kleine Jungtiere, benötigen noch Artemia und separate Aufzucht.

 


 

Melanotaenia bowmani (former M. spec. “Siriwo River”)

Wie M. grunwaldi ist dieser Fisch Mitglied der nördlichen goldiei-Gruppe und wurde von Allen et al. (2016) beschrieben. Der Fisch wurde zu Ehren von Ron Bowman, dem wohlbekannten Urvater des Regenbogenfischhobby benannt. Der fisch stammt aus dem Siriwo River, wo er in langsam fließenden Bächen und kleineren Flüssen lebt. Einfach zu halten und farbig, in Artenbecken kommen Jungtiere von selbst durch.

Nur einige Jungtiere (3 cm) verfügbar.

 


 

Melanotaenia spec. “Wallace Road”

In seinem Vortrag über die Regenbogenfische der Tropen Australiens bei der ANGFA-Konferenz 2015 erwähnte Keith Martin einen neuen Regenbogenfisch, den er in den Atherton Tablelands gefunden hatte. „Platy Rainbowfish“ nannte er diese, wegen einer gewissen Ähnlichkeit zu dem bekannten lebendgebärenden Zahnkarpfen. Jedenfalls: klein und rot, das ist immer interessant. Den Fundort zu erfahren erforderte einige Überredung, der Fang einige Überwindung: extrem scheu im Biotop, sehr schwer zu fangen, im Aquarium aber nach kurzer Eingewöhnungszeit kackfrech und immer an der Frontscheibe. Es ist kein splendida, kein eachamensis, sicherlich eine unbeschriebene Art mit einem extrem kleinen Vorkommensgebiet mitten in Agrarland. Auffallend ist die fahnenartige, rote Rückenflosse der Männchen, bei der die mittleren Strahlen länger sind als die vorderen und hinteren. Das ist bei australischen Regenbogenfischen sehr ungewöhnlich. Vermutlich kleinbleibend, in der Größenordnung von M. macchullochi.

Die ersten Jungtiere überhaupt, noch klein, brauchen noch Artemia und separate Aufzucht.